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Wenn das Herz aus dem Takt gerät Drucken E-Mail
Freitag, den 02. Februar 2018 um 13:22 Uhr

Die Chefärzte Tobias Plücker (rechts) und Serguei Korboukov gingen intensiv auf Fragen aus dem Auditorium ein. ©Foto: pm | nhGroßes Interesse am Vortrag der Chefärzte Kardiologie am Krankenhaus Eichhof
LAUTERBACH. Der plötzliche Herztod ist eine der am weitest verbreiteten Todesursachen der westlichen Welt.

Welche Vorboten es gibt, wie Diagnosen gestellt werden und wie die Therapien zur Behandlung von Herzerkrankungen aussehen, dazu haben die beiden Chefärzte Innere Medizin/Kardiologie am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach in einem Vortrag Stellung genommen. Die Veranstaltung war der Auftakt zur Serie „Treffpunkt Gesundheit“, die auch 2018 mit insgesamt 10 Veranstaltungen zu unterschiedlichsten medizinischen Themen ihre Fortsetzung findet.

Herzrhythmusstörungen gehören heute zu den häufigsten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Wenn das Herz aus dem Takt gerät und nur noch verlangsamt oder gar beschleunigt schlägt, bedarf es einer genauen medizinischen Abklärung. „Gefährdet sind in erster Linie Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße, des Herzmuskels, aber auch bei angeborenen Herzerkrankungen ist die Gefahr groß, dass es zum Herzstillstand kommen kann“, erklärt Chefarzt Tobias Plücker. Im gemeinsamen Vortrag mit seinem Kollegen Serguei Korboukov gingen die beiden Mediziner intensiv auf die Ursachen von Herzrhythmusstörungen ein.

Welche Faktoren eine akute Herzschwäche auslösen können, wie die Symptome sind, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine Verschlechterung einzudämmen, all das beleuchteten die beiden Referenten ausführlich. Dabei wiesen sie eindringlich auf eine konsequente Veränderung des Lebensstils mit gesunder Ernährung, ohne Alkohol und Rauchen sowie dem Abbau von Übergewicht hin.

Anhand von Querschnitten zum Aufbau des Herzens verdeutlichte Plücker, wie das Herz aus dem Takt geraten kann und welche Reaktionen daraus resultieren. Der Chefarzt erläuterte den Unterschied zwischen langsamen und schnellen Herzrhythmusstörungen, deren Ursachen kardiale Grunderkrankungen, wie Entzündungen, aber auch Elektrolytentgleisung, Vergiftungen und Medikamentennebenwirkungen sein können. Welche diagnostischen Maßnahmen und Untersuchungen erforderlich sind, wie die Behandlung aussehen kann und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, wenn eine Wiederbelebung erforderlich ist, dazu nahmen die beiden Experten ebenfalls ausführlich Stellung.

„Wichtig ist eine genaue Kenntnis über den Zustand des Herzens. Zur Diagnostik bei (koronaren) Erkrankungen des Herzrhythmuses ist nach wie vor das EKG, häufig auch als Langzeit-EKG das Mittel der Wahl. Zusätzlich geben Ultraschalluntersuchungen oder auch ein implantierter Ereignisrekorder Aufschluss zum Beispiel über die Herzleistung, erläutert Serguei Korboukov. Welche Behandlungsoptionen in Form von Medikamenten, Herzschrittmachern oder Defibrillatoren es gibt, kam im Vortrag ebenso zur Sprache, wie die Katheterablation, eine Behandlungsmethode, die heutzutage als Alternative zur medikamentösen Dauertherapie gilt und mit Hilfe eines Spezialkatheters im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung durchgeführt wird. In jedem Fall gehörten Herzrhythmusstörungen in die Hand von Spezialisten, sagten die beiden Chefärzte eindringlich.

Was zu tun ist, wenn der Ernstfall eintritt, dazu gaben die Referenten ebenfalls ausführlich Auskunft. Neben der sofortigen Mitteilung an den Rettungsdienst seien Wiederbelebungsmaßnahmen, wie Herzdruckmassage oder falls vorhanden, Elektroschocktherapie mit Hilfe eines Defibrillators durchzuführen.

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