A5: Fahrerhaus reißt ab - 61-Jähriger stirbt in Klinik Drucken E-Mail
Mittwoch, den 10. Januar 2018 um 18:25 Uhr

Feuerwehrleute müssen 500 Meter zur Unfallstelle laufen ©Foto: Philipp Weitzel | nh24Feuerwehrleute müssen 500 Meter zur Unfallstelle laufen
ALSFELD | MÜCKE. Binnen 24 Stunden ereigneten sich am Mittwoch auf der A5 im nh24 FotostreckeVogelsbergkreis zwei schwere Verkehrsunfälle. Ein 61-Jahre alter Lkw-Fahrer ist ums Leben gekommen.

In den Abendstunden kam es auf der A5 in Richtung Kassel bei Alsfeld zu einem folgenschweren Aufprall zweier Sattelzüge. Wie die Autobahnpolizei mitteilte, prallte ein 61-jähriger Lkw-Fahrer am Stauende nahezu ungebremst in den Lastwagen eines 23-Jährigen, der wegen eines Rückstaus bis zum Stillstand abgebremst hatte. Der 61-Jährige hatte noch vergeblich versucht, auf den Standstreifen auszuweichen. Durch den Aufprall wurde das Fahrerhaus des auffahrenden Lkw vom Fahrgestell abgerissen, der 61-Jährige schwer verletzt. Er musste vor Ort von einem Notarzt sowie einem Rettungsteam versorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber Christoph Gießen in eine Klinik geflogen werden. Dort verstarb er kurze Zeit nach seiner Einlieferung.

Für die Rettungsarbeiten musste die A5 in beide Fahrtrichtungen über eine Stunde voll gesperrt werden. Feuerwehrleute leuchteten die Autobahn für die Landung des Hubschraubers mit Scheinwerfern aus. Sichtlich erleichtert zeigten sich die Rettungskräfte vor Ort, dass auf dem Sattelzug ein mit 15 Tonnen Salpetersäure beladener Tankbehälter unversehrt blieb. Unter Atemschutz nahmen Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Alsfeld das Behältnis in Augenschein und konnten Entwarnung geben. Vorsorglich stand ein Gefahrstoffzug in Bereitstellung. 

Zur Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs wurde vor Ort ein Gutachter eingesetzt. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld auf etwa 70.000 Euro. Die Fahrbahn in Richtung Kassel war drei Stunden voll gesperrt, der Verkehr staute sich auf über zehn Kilometer zurück.

Feuerwehrleute müssen 500 Meter zur Unfallstelle laufen

Feuerwehrleute müssen 500 Meter zur Unfallstelle laufen ©Foto: Philipp Weitzel | nh24Deutliche Kritik richteten die Rettungskräfte an uneinsichtige Verkehrsteilnehmer, welche die Rettungsgasse blockierten. „Feuerwehrleute mussten teilweise 500 Meter zu Fuß zur Unfallstelle laufen“, so Einsatzleiter Carsten Schmidt. Gegen zwei Fahrzeugführer wurden in diesem Zusammenhang Anzeigen erstattet, sie erwartet nun ein Ermittlungsverfahren. 

Die Bergungsarbeiten werden laut Polizeiangaben noch mehrere Stunden andauern. Neben der Autobahnmeisterei ist ein Spezialbergedienst aus dem Landkreis Gießen mit einem Kranwagen vor Ort.

49-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

In den frühen Morgenstunden prallte bei Mücke ein 49-jähriger Autofahrer aus Vechelde unter einen Sattelzug, er war in Richtung Kassel unterwegs. Der 49-Jährige zog sich schwere Verletzungen zu und musste von einem Notarzt sowie einem Rettungsteam versorgt werden. Die Feuerwehr der Gemeinde Mücke war im Einsatz, um Trümmerteile und Öl von der Fahrbahn zu räumen. Wie ein Feuerwehrsprecher schilderte, war der Unfallfahrer nicht im Fahrzeugwrack eingeklemmt. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld auf rund 10.000 Euro. (pw) (Aktualisiert: Donnerstag, 0:50 Uhr)

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