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DIE KOLUMNE: Koalition Drucken E-Mail
Montag, den 20. November 2017 um 18:55 Uhr

Rainer SanderSCHWALMSTADT. Wir Wähler waren uns doch einig. Die da oben denken nur an sich selbst und an ihre eigene Macht! Aber plötzlich will von denen, die um jeden Preis an der Macht kleben, niemand mehr regieren? Geht’s noch?

Die CSU findet Bayern wichtiger. Da kann man in Berlin schon mal so viel fordern, dass andere sich daran verheben. Die FDP hat sich daran erinnert, dass sie stets dann viele Wähler mobilisieren konnte, wenn sie nicht regiert hat. Wer regiert macht auch Fehler und solche haben die Liberalen schon mehrmals teuer bezahlt. Aus der Hoffnung, dass sich Grüne und CSU sowieso nicht einigen, wurde nichts. Da musste man selbst auf der Zielgeraden hinschmeißen. Die SPD glaubt, dass Meckern mehr Stimmen bringt als Mitregieren und die AfD hat von vornherein gesagt, dass sie nur dann regiert, wenn sie allein die absolute Mehrheit hat. Das wird aber selbst in Sachsen sauschwer. Doch mal ehrlich, wer will bei diesen Wählern, die keinem, der antritt mehr trauen, regieren? Dann mit Trump, Erdogan, Assad, Putin, Orban und Jong-Un auch noch Flöhe hüten?

Dabei sind wir Wähler doch ganz leicht zufrieden zu stellen! Wir wollen mehr Geld, aber nicht bloß für einen Cappuccino, so 100 bis 200 Euro im Monat müssen es schon sein. Eher 200! Wir wollen keine Globalisierung, aber die billigste Hose muss weiterhin für 9 Euro zu haben sein, das iPhone für 1 Euro bei Vertrag und das billigste Auto so um 10.000 Euro. Benzin muss billig sein, aber im Nahen Osten dürfen wir uns nicht einmischen. Kriege wollen wir nicht führen, aber Terroristen dürfen auch nicht ins Land. Die Grenzen gehören zu, aber wir wollen unseren Pass am Flughafen und bei unseren Nachbarländern nicht ständig vorzeigen!

Wir wollen Europa, aber mit deutschen Gesetzen, klar! Nicht nur Gauland will Boateng wirklich nicht als Nachbarn, aber als Merkel einem Flüchtlingskind vor zwei Jahren gesagt hat, es könnten nicht alle bleiben, fanden wir das fies und herzlos. Deshalb wollen wir eine Obergrenze, aber auch keine Toten im Mittelmeer. Ganz einfach also!

Wir wollen eine Rente in Höhe des letzten Arbeitseinkommens und trotzdem ab 63 nicht mehr arbeiten. Und unsere Kinder sollen dafür auch nicht belastet werden. Klimawandel ist doof, aber die Karibik ist weit weg und ob’s Holland in 50 Jahren noch gibt, ist scheißegal, wenn wir im Winter bloß kein Eis mehr kratzen müssen. Es ist blöd, wenn Tiere industriell gezüchtet, gemästet und geschlachtet werden, aber ein Schnitzel muss es trotzdem unter einem Euro geben. Bitte kein Glyphosat mehr, aber Discount-Preise an allen Gemüsetheken.

Wir hätten übrigens gerne auch besseres Wetter und Politiker, die immer im Bundestag sitzen aber gleichzeitig auch in ihrem Wahlkreis sind. Frühaufsteher sollten sie sein, Wochenendarbeit nicht scheuen und abends auf Veranstaltungen gehen. Aber sie sollen nicht mehr verdienen, als ein Facharbeiter! Und sie dürfen nie in ihrem Leben ein Gesetz gebrochen haben. Nicht mal einen Apfel aus Nachbars Garten stibitzt haben. Wir wollen Sicherheit! An jede zweite Straßenecke gehört ein Polizist, aber wenn wir zu schnell fahren, falsch parken oder mit dem Handy schreiben, dann soll er bitte wegschauen! Das kann doch so schwer nun wirklich nicht sein, damit eine Koalition zu schmieden!

Ihr

Rainer Sander

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Kommentare   

 
-63 # mustafa 2017-11-20 20:07
Merkel ist die beste Politikerin für unser Land damit rassistische Parteien wie AFD keine Schanze hat und wir für immer hier in Frieden zusammen leben können
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+7 # Eberhard 2017-11-20 20:23
Hoffentlich muss ich den Tag nicht mehr erleben, an dem die merken, dass man Geld nicht essen kann!
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+3 # Schwälmer 2017-11-21 01:01
Sie machen es sich zu leicht, über die anderen Partien zu urteilen, die CSU steht nur für Bayern, aber die CDU nimmt sie immer wieder mit ins Boot, weil sie selber in Bayern nicht vertreten ist. Da werden auch keine echten Verhandlungen geführt, weil man nicht konkurriert. Herr Sander, sie haben ein nettes Wort für die Parteien, nur die CDU haben Sie vergessen. Macht die alles richtig oder steht sie Ihnen nur näher? Nur meckert, das macht niemand. Aber die CDU ist nicht edel und nicht gerecht, jedenfalls nicht besser als andere Parteien.
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-1 # Eowyn 2017-11-21 08:48
Der Wähler selbst ist es, der eine zukunftsfähige gesellschaftspo litische Entwicklung und Veränderung verhindert. Nämlich durch die ab dem 3. Absatz aufgeführten kleinlichen egoistischen und rückwärtsgeandt en Wünsche.
Jeder Politiker und keine Partei, die den Menschen die Wahrheit zumuten will. Die Wahrheit ist daß sich unsere Gesellschaft wandeln muss und zwar nicht nur ihren Kindern sondern auch Enkelkindern.
zuliebe. Wenn der Wähler immer wieder nur sein eigenes Wohlbefinden im Auge hat, dann sind wir auf dem falschen Weg. Es muß dringend über eine völlig neue zukunftsorienti ert ökologische und ökonomische Wandlung nachgedacht werden.

Allein beim Thema Digitalisierung geht es doch nicht nur um ein schnelles Internet sondern auch um den Verlust von vielen hunderttausende n Arbeitsplätzen. Wen man den Menschen, die allein nicht soweit blicken können oder wollen, diese Tatsachen verschweigt wird es schon in 20-30 Jahren ein böses Erwachen geben.

Beim Reizthema Migration geht es nicht um Grenzen, sondern um vernünftige Entwicklungspol itik, die den Menschen von denen wir leben die Fluchtursachen zu nehmen. Wir alle profitieren von diesen Ländern in einer Art des Neokolonialismu s. Selbst mit der oft propagandierten geordneten Zuwanderung wollen wir diese Länder ausnutzen, in dem wir nur Fachkräfte absaugen. Fachkräfte, die dort selbst dringend gebraucht werden. Das alles nur, damit es uns gutgeht.
So kann man jeden Punkt auflisten und darstellen. Wenn wir auf den bisherigen zementierten Wegen weitergehen und kurzsichtig handeln, gibt es keine Zukunft mehr. Der Wähler muß wachgerüttelt werden, damit es auch Parteien und Politiker geben kann, die ihre Visionen umsetzen können und sich nicht im Dickicht der stromlinienförm igen Parteiprogramme n verfangen.
Unser Denken und die Entwicklung muß global sein und zwar so, daß Globalität und Menschenrechte nicht nur für die westlichen Industrieländer gilt, sondern für alle Menschen auf diesem Planeten.
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-4 # Schwälmer 2017-11-21 12:15
Glückwunsch Eowyn, Sie haben es treffend beschrieben. Egoismen beherrschen uns.
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-11 # Eowyn 2017-11-22 09:31
Wenn sie den Artikel richtig gelesen haben, werden sie feststellen, daß Herr Sander den Ball ins Feld geworfen hat. Ich habe ihn nur gespielt ;-)
Ich habe nur festgestellt, daß die Politik die sich der Wähler wünscht nicht die ist, die er braucht.
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-4 # Durchblicker 2017-11-22 21:46
Eowyn erklärt uns die Welt so wie sie nicht ist. Selten einen solchen Blödsinn gelesen.
Wir betreiben Neokolonialismu s und saugen Fachkräfte aus anderen Ländern ab. Gehts noch??? Die Einzige die man hier mal wachrütteln muss sind Sie. :-|
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-8 # Eowyn 2017-11-23 07:59
Wie ist denn die Welt? Mit geschlossenen Augen hat man eben keinen Durchblick.
Erzählen sie uns doch mal, was der Hintergrund für das Einwanderungsge setz sein soll und auch gleich wo und mit was ihr Handy gebaut wird ;-)
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-7 # Durchblicker 2017-11-23 19:14
Ok, ich kaufe keine Bio Bananen aus deutschem Anbau und Öko Kaffee aus der Region so wie Sie. Mein Mobiltelefon besteht zum Großteil aus Plastik das von bösen Maschinen brutal umgeformt wurde. Ich beute arme Bauern in Entwickungsländ ern aus, die verarmen würden, wenn wir Ihre Produkte nicht kaufen würden.
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-7 # Eowyn 2017-11-24 08:48
Ihr Handy besteht aus Plastik? :D Sorry, mir war nicht bekannt, daß ein Handy aus Plastik funktioniert.
Ihre Kurzsichtigkeit ist erschreckend und bestätigt meine Ausführungen und zeigt mir wie immens wichtig Bildung in unserem Land wäre.
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+3 # MeisterSchwalmEder 2017-11-24 09:46
Falsch zitiert:
Nicht besteht aus Plastik sondern absolut korrekt zu großen teilen aus Plastik.
Die Diskussion über die Ausbeutung hilft nicht, wenn man die Meinung anderer nur abwerten begleitet.
Für und Wider sind durchaus angebracht, nicht alels ist gut - auch vor Ort.
So wird auf den Malediven der Strom nicht durch Windkraft oder Solarenergie erzeugt, sondern fast ausschließlich durch Dieselaggregate . Ohne irgendwelche Filter. Das Öl landet teilweise im Innern der Inseln. Fässer mit Diesel werden durchs Wasser transportiert.
Müll wird ohne Trennung einfach in das Innere einer Insel gekippt und dort gelöst durch das Salzwasser sickert es ins Meer.

ComputerMüll durch Händler aufgekauft und in Drittweltländer n recycelt, wobei die Aerveitsbedingu ngen einfach nur unmenschlich sind.

Und wer verdient daran am meisten?
Die Bonzen in den Drittweltländer n.
Die auch die Gelder kontrollieren die die UN, EU, Deutschland als Entwicklungshil fe zur Verfügung stellen.

Dazu Wasserreinigung sanlagen die vor Ort wegen ihres Betriebes unbarcubar sind, statt dem Wasserrucksack PAUL oder neuen Ideen wie maimenschliche Entsorgungsprod ukte ohne Aufwand in Dünger und Humus verwandelt.
Alels vorhanden aber nicht Prestigeträchtig.
So wie bei uns, da wird immer nur von oben über das Asylproblem etwas berichtet.
Die Probleme der Polizisten ( zu wenige, zu viele Stunden, ständig Probleme mit den hier herzlich willkommenen und meist durch die Justiz nicht greifbaren, die auch noch hierbleiben dürfen wenn sie nachweislich Gesetzesverstöß e begehen.
Dürfen und müssen nicht arbeiten und haben inzwischen mehrere Parallelgesells chaften errichtet.
Ob die Türken mit ihren Richtern, Familienclans aus Syrien, dem Libanon, Balkanstaaten oder all den "lieben" Nordafrikanern.

Print und TV Medien berichten doch selten über den Alltag der Polizisten in Nordhessen vor Ort. Schön gefärbte und aufbereitete PM sind eher die Regel.
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-2 # Eowyn 2017-11-24 11:34
Zum Thema wo landet unser Schrott hat panorama umfassend recherchiert.

"Speditionen und auf das Afrika-Geschäft spezialisierte Reedereien verdienen an dem Schrott ebenso mit wie Transportuntern ehmen, Zwischenhändler , Reparaturbetrie be in Accra und am Ende der Wertschöpfung irgendwann auch die Jungs von Agbogbloshie, der größten Elektroschrott- Müllkippe in Afrika. Dort nehmen sie Fernseher mit einem Hammer auseinander, um an das Spulenwerk zu gelangen, zünden Isolierschaum an, um die Kabelmäntel vom Kupfer zu trennen, für das sie gerade mal umgerechnet 50 Cent bekommen."
In meinem Beitrag geht es genau darum, Asylgründe/Fluc htursachen zu vermeiden und nicht darum, daß das alles richtig ist.
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-3 # Durchblicker 2017-11-24 18:34
mit kindlichem Gemüt und missionarischem Eifer wird von Eowyn einem Schuldkult gehuldigt der völlig unberechtigt ist.
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