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Starker Start der Warnstreiks in Nordhessen Drucken E-Mail
Dienstag, den 09. Januar 2018 um 19:28 Uhr

©Martin Sehmisch | nhRund 1.000 Beschäftigte legten für eine Stunde die Arbeit nieder
KASSEL | CALDEN | HATZFELD. Rund 1.000 Beschäftigte der nordhessischen Metall- und Elektroindustrie haben am Dienstag für eine Stunde die Arbeit niedergelegt.

Sie unterstützten damit die Forderungen der IG Metall in der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie.

"Die Arbeitgeber haben die Chance auf eine Einigung ohne Warnstreiks leichtfertig vertan", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, vor rund 700 Beschäftigten des Daimler-Werks in Kassel. Für Beschäftigte und IG Metall sei es nicht hinnehmbar, dass die Arbeitgeber Flexibilität immer nur von den Beschäftigten fordern. "Wir wollen ein zur sehr guten wirtschaftlichen Lage passendes Plus beim Entgelt und einen individuellen Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung für Beschäftigte!", rief er den Teilnehmern des ©Martin Sehmisch | nhWarnstreiks zu. Das sei fair und für die Betriebe bezahlbar. "Wir werden uns mit aller Kraft durchsetzen", sagte der Betriebsratsvorsitzende des Werks, Dieter Seidel, bei der Kundgebung vor dem Werkstor. "Es ist überfällig, dass die Beschäftigten bei der Arbeitszeit stärkere Mitsprache erhalten", betonte Seidel. Neben den Beschäftigten des Daimler-Werks waren auch die Mitarbeiter der Firmen Honeywell (Kassel), ZF Luftfahrttechnik und Airbus Helicopters (Calden) sowie Frank Walz- und Schmiedetechnik (Hatzfeld) aufgerufen, die Arbeit zeitweise niederzulegen. Die IG Metall Nordhessen kündigte an, die Warnstreiks im Laufe der Woche fortzusetzen.

©Martin Sehmisch | nhDie IG Metall fordert für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten. Zudem will die IG Metall einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten durchsetzen. Wer dies nutzt, um familiären Verpflichtungen nachzukommen, soll bei einer Arbeitszeitverkürzung um mindestens 3,5 Stunden einen Zuschuss von 200 Euro im Monat erhalten. Damit soll es auch Beschäftigten mit geringeren Einkommen ermöglicht werden, Arbeit und Privatleben besser zu vereinbaren. Auch bei Schichtarbeit und anderen, besonders belastenden Arbeitszeitmodellen soll es für die „kurze Vollzeit“ einen Entgeltzuschuss für zusätzliche Freischichten geben. „Die Forderung trägt der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. „Die von uns geforderte Entgelterhöhung würde die Wirtschaft in Deutschland zusätzlich ankurbeln und damit die Konjunktur stärken – am Ende profitieren alle“, sagte Dietzel. (pm) 

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