»Einfach nur so« Drucken E-Mail
Mittwoch, den 29. November 2017 um 13:27 Uhr

Zum Abschied überreichte Kaufmann (rechts) noch ein kleines Präsent an die Inhaberin und Betreiberin des Cafés und gratuliert den Preisträgern des »Hessischen Denkmalschutzpreises«, Sonja Clobes-Jacob und Christian Jacob (in der Mitte). Links Anika Döll von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Kreisverwaltung. ©Foto: pm | nhPreisträger des Hessischen Denkmalschutzpreises 2017
FELSBERG.
»Der Name ist wirklich Programm. Hier kann man wirklich einfach nur so mal Frühstücken oder ein leckeres Stück Torte essen und mit Familie und Freunden verweilen«, so Jürgen Kaufmann während seines Besuchs im Café »Einfach nur so« in der Felsberger Altstadt.

Kaufmann ist für die Kreisverwaltung zuständiger Baudezernent und damit auch verantwortlich für die Untere Denkmalschutzbehörde. Über diese wurde die aufwendige Sanierung der ehemaligen Bäckerei in der Obergasse 11 vom Juni 2015 bis August 2016 eng begleitet. Einzelne Bauabschnitte wurden begutachtet und dabei immer wieder kontrolliert, ob Denkmalschutzauflagen eingehalten wurden. So wurde unter anderem auch ein einsturzgefährdeter Gewölbekeller aufwendig restauriert und konnte erhalten werden. »Der Erhalt des Gewölbekellers war uns besonders wichtig. Das hat zwar zusätzliche Anstrengungen und Kosten verursacht, aber wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass das Haus seinen ursprünglichen Charakter behält«, so Sonja Clobes-Jacob. Realisiert wurde das Projekt mit überwiegend privatem Vermögen der Familie Clobes-Jacob. Die Förderquote lag mit 10% deutlich niedriger als bei vergleichbaren Bauprojekten der öffentlichen Hand.

Die ehemalige Backstube ist nun Gastraum für die Cafébesucher. Im gemütlichen Ambiente von liebevoll aufgearbeiteten Möbeln gibt es an sechs Tischen knapp über zwei Dutzend Plätze. Wenn es die Witterung zulässt stehen im Innenhof weitere Gasttische zur Verfügung. Aktuell ist der Innenhof durch einen bunten Weihnachtsmarkt belebt. Die weihnachtlich geschmückten Buden werden wechselweise durch verschiedene Aussteller genutzt. Im direkt angrenzenden Nebengebäude ist das Lädchen »irgendwie anders« untergebracht. Neben der Nutzung als Verkaufsraum für Kunsthandwerk aus der Region und aller Welt steht das Lädchen ebenfalls als Gastraum zur Verfügung. Der Gewölbekeller wird als Rätselkeller genutzt. Ein Rätselspaß am Fuße der Felsburg, der von Kleingruppen für ein ca. einstündiges Rätselevent im Sinne eines Exit-Rooms gebucht werden kann. Unter dem Dach befinden sich zwei modern und gemütlich ausgestattete Appartements, die für mehrtägige Aufenthalte in Felsberg und Umgebung angemietet werden können.

»Ich bin sehr froh, dass dieses außergewöhnliche private Engagement zur Erhaltung und Belebung alter Bausubstanz auch landesweit durch die Prämierung beim Hessischen Denkmalschutzpreis gewürdigt wurde. Das ganze Bauvorhaben der Familie Clobes-Jacob ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Sanierung und die spürbare Vitalisierung der Altstadt in Felsberg. Ich wünsche dem Café eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft und freue mich über die Strahlkraft des Projektes, über die Grenzen des Schwalm-Eder-Kreises hinaus«, so Kaufmann zum Abschied. (pm)

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