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Medizinische Versorgung vor Ort Drucken E-Mail
Mittwoch, den 02. August 2017 um 16:48 Uhr

Chancen und Herausforderungen eines kleinen selbständigen Krankenhauses wurden durch das Kuratorium und die Geschäftsführung thematisiert. Natürlich war auch der Brand ein Thema. ©Foto: privat | nhFRITZLAR. Das Krankenhaus in Fritzlar nimmt eine strukturell wichtige Stellung für die nähere Region ein. Diese Bedeutung aufnehmend, besuchte Bernd Siebert gemeinsam mit der örtlichen CDU das Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar.

Die Herausforderungen für den ländlichen Raum sind groß. Vieles zentralisiert sich in den Mittelzentren. Gerade deswegen ist es wichtig, dass es in Fritzlar ein so breites und vielfältiges Angebot der Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung in Nordhessen gibt“, sagte Bernd Siebert bei seiner Begrüßung im Hospital. Begleitet wurde er von Staatssekretär Mark Weinmeister, Bürgermeister Hartmut Spogat, CDU-Stadtverbandsvorsitzendem Christian Seyffarth und zahlreichen Vertretern der CDU Fritzlar.

Gerade vor dem Hintergrund des Brandes am 15. Juli ging es um die zukünftige bauliche Entwicklung des Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung. Wie die Vertreter des Kuratoriums, des Trägers des Hospitals, darstellten, sei man vor allem stolz auf den reibungslosen Ablauf der Evakuierung durch Feuerwehr, Rettungskräfte, Bedienstete des Hospitals und zahlreicher freiwilliger Helfer. Es sei ein Glück, dass niemand ernsthaft zu Schaden gekommen sei, wie der Kuratoriumsvorsitzende Karl-Otto Winter erklärte. Neben Winter nahmen von Seiten des Krankenhauses noch die Kuratoriumsmitglieder Bürgermeister Hartmut Spogat sowie Jürgen Sauerwald, die Stiftungsgeschäftsführerin und gleichzeitig kaufmännische Geschäftsführerin der Hospital z. Hl. Geist gGmbH Barbara Gawliczek, der medizinische Geschäftsführer Dr. Carsten Bismarck sowie Prokurist Dr. Sven Ricks. Die drängendste Frage der zukünftigen Krankenhausentwicklung sei das Vergütungssystem für das Haus. Wie Barbara Gawliczek erklärte, habe das Fritzlarer Hospital in der vergangenen Zeit vermehrt mit zusätzlichen Leistungsübernahmen aus den Krankenhausstandorten Melsungen und Bad Wildungen zu tun. Daraus resultiere aber, dass man über die mit den Kostenträgern vereinbarten Leistungen hinaus tätig werde, was durch Mehrleistungsabschläge und Fixkostendegression „bestraft“ werde. Der medizinische Geschäftsführer Dr. Bismarck ergänzte, dass die Gefahr bestehe, nicht einmal die festen laufenden Kosten refinanzieren zu können. Ein weiterer Teil der zukünftigen Herausforderung sei die bauliche Erneuerung und Optimierung des Hauses. In den kommenden Jahren sei geplant, die zentrale Notaufnahme, die OP-Kapazitäten sowie die Intensivstation und die Altbausubstanz zu modernisieren. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, benötige man die Unterstützung der Politik bei den Investitionen, ergänzte der Kuratoriumsvorsitzende Winter.

Durch die Geschäftsführung und das Kuratorium des Hospitals wurde die zukünftige Entwicklung des Krankenhauses dargestellt. Mit dabei waren: Horst Placzek, Kuratoiums-Vorsitzender Karl-Otto Winter, Ärztlicher Direktor Dr. Carsten Bismarck, Anna-Maria Bischof, Bernd Siebert MdB, Thomas Eichhorst, Staatssekretär Mark Weinmeister, Ingmar Theiß, Stiftungs-Geschäftsführerin Barbara Gawliczek, Bürgermeister Hartmut Spogat, Rudolf Amert, Erster Stadtrat Claus Reich, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Christian Seyffarth, Ansgar Pfeifer, Günter Faupel, Prokurist Dr. Sven Ricks und Kai Fröhlich. ©Foto: privat | nhDer Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert und Staatssekretär Mark Weinmeister sagten zu, die angesprochenen Punkte hinsichtlich des Vergütungssystems und der Investitionsförderung mit nach Berlin beziehungsweise Wiesbaden zu nehmen. Im Sinne des Sicherstellungsauftrags der kleinen regional verankerten Häuser für den ländlichen Raum, wollen sich beide gemeinsam für ein Sonderprogramm durch Bund und Land einsetzen, um diese kleinen Häuser zu unterstützen. Wie beide betonten, sei die bisherige Gesetzgebung durch entsprechende praxisorientierte Regelungen mit Leben zu füllen. Durch Sicherstellungszuschläge für strukturell relevante Häuser der Grund- und Regelversorgung müssen diese auf finanziell sichere Beine gestellt werden. (pm)

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