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Musik zwischen Himmel und Hölle Drucken E-Mail
Dienstag, den 12. September 2017 um 12:45 Uhr

Zwei Schattenseiten mit dem Duo CHA-LI-RO ©Foto: Rainer Sander | nh24Kellerkonzerte: Fünf Künstler, fünf Locations, ein Genuss
GUDENSBERG.
Einmal im Jahr laden die Kultur-Verantwortlichen der Kulturhauptstadt im Chattengau zu besonderen Konzerten ein. Dann geht es unter die Erde und unter die Häuser, in die Tiefen der Gudensberger Gewölbekeller.

Dort, ein ganz kleines Stück näher an der Hölle, wird es in kuscheliger Enge urgemütlich. Akustik und Atmosphäre der alten Gemäuer versprechen einen besonderen und einmaligen Genuss. Wer im Kontrast dazu dem Himmel näher sein möchte als der Hölle, ist zudem in die Stadtkirche eingeladen oder in das Kulturhaus in der alten Synagoge.

Wenn Texte Hochzeit feiern

Herr Schröder hat das Haus am Markt 5 gerade erst gekauft und schon ist er Kellerkonzert-Gastgeber ©Foto: Rainer Sander | nh24Im Keller Giese (Hinter der Mauer) hatte am Samstagabend alles seine „Zwei Schattenseiten“. So lautete nämlich das Programm des Duos CHA-LI-RO. Es sang und spielte Chansons, Lieder und Romanzen. Vadim Krischtopow (Komposition und Piano) hat Texte der Lyrikerin Mascha Kaléko vertont, die gemeinsam mit Sängerin Palmyra Klinnert einfühlsam vorgetragen wurden: differenziert und ausdrucksstark. Den Besuchern offenbarten sich kurze Lieder, lange Lobpreisungen für sich selbst und die Dichterin, in einem aufgeräumt melancholischen Programm. Die Texte feierten, so Klinnert, Hochzeit mit den Noten.

Yoga und Müsli und Helene Fischer

Das Haus am Alten Markt 5 hat gerade erst einen Besitzer gewechselt und man hat Herrn Schröder schon beim Kauf gesagt: „Da finden Kellerkonzerte statt!“ Im Löwensteinkeller ging es denn auch um die „Hölle“ des Alltags oder besser: „Wahnsinn und Welterklärung“ mit Musik, Kabarett und Conférence der Spitzenklasse. Das Duo MetzoMax. Stefan Metz und Max Alter skizzierten das Leben in allen seinen Facetten. Zum Beispiel stellten sie im Rückblick verblüfft fest, dass das Leben vor 60 Jahren ganz anders war. Statt „Sex and Drugs and Rock’n’Roll“, gilt heute: „Yoga und Müsli und Helene Fischer“. Damals ging man praktisch ahnungslos durch die Nacht, heue dafür atemlos? Immerhin: „Wir waren fast gegen alles“, heute gehen auch MetzoMax naiv zum Urologen…

Frauenrollen und Frühlingsrollen

Damenwahl mit Kabarettistin Romy Hildebrandt ©Foto: Rainer Sander | nh24Das Kulturhaus Synagoge forderte auf zur „Damenwahl“. Die Kabarettistin Romy Hildebrandt schlüpfte in viele ganz alltägliche Rollen und sang umgedichtete Gassenhauer der Pop- und Schlagermusik mit ironisch, kritischen Texten: „Im Auto vor mir, isst jemand ein Brötchen…“ Der Kampf gegen die Windmühlen im Himmel des Alltags wurde beschrieben, die modernen Frauenrollen, die Frühlingsrollen und die Führungsrollen im Theater des Lebens. Ein heiteres Programm für Männer und Frauen!

Lieb in Pink, Rot und Violett

In der Evangelischen Stadtkirche St. Margarethen (Alter Markt) beschäftigte sich der „Der bestaussehendste Chor“ (aus Leipzig) mit dem Thema Liebe Ob es wirklich der schönste Chor ist, ließ sich im pink-rot-violetten Licht schwer überprüfen. Das war aber auch nicht so wichtig, denn schön haben sie gesungen, die Sachsen. „Alle elf Minuten“, so lautete das Programm in Anspielung auf den Werbeslogan eine Dating-Portals. Schwung, Charisma und Witz sind die Markenzeichen des Vortrags mit Stücken von Morley, Reger und Lauridsen sowie diversen Eigenarrangements und einer Zugabe von Tina Turner.

In der Pause zwischen den beiden Programmdurchläufen gab es Imbiss und Snacks und vor dem Kulturhaus Synagoge spielte die Bigband Haddamar.

Hintergrund: Die Kellerkonzerte

Bei den Kellerkonzerten wählen die Gäste mit einer Kombikarte zwei Programme aus. Das erste Programm beginnt um 19:30 Uhr und dauert bis maximal 20:30 Uhr. Um 21:30 Uhr startet die zweite Veranstaltungsrunde. In der Pause besteht die Möglichkeit, in der Altstadt zu flanieren, eine Kleinigkeit zu essen, etwas zu trinken und mit den anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Das „kleine Häuschen“ beim Keller Giese sowie das Kulturhaus Synagoge werden bewirtet. Wolfgang Mand öffnet zusätzlich seinen Privatkeller in der Alten Pfarre, Pfarrgasse 1, zur Bewirtung. (rs)

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