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Landkreis Kassel lud zum 2. Keltenfest Drucken E-Mail
Dienstag, den 12. September 2017 um 10:14 Uhr

Keltisches Dorf am Fuße der Helfensteine ©Foto: Rainer Sander | nh24Auf dem Hohen Dörnberg am Naturparkzentrum
KASSEL
. Die Kelten haben schon mit ihrem Auftauchen in der sich verändernden Welt der Frühgeschichte für nh24 FotostreckeFurore gesorgt. Die Kelten, die alles andere als Jammerlappen gewesen sind – im Gegensatz zu vielen heutigen „Helden“ – waren geschickte Handwerker und zugleich mutige Krieger.

Glaubten sie doch an die Wiedergeburt und fühlten sich damit im Kampfe unsterblich. Und diese Kultur, die auch die heute nordhessische Region vor mehr als 2000 Jahren nachhaltig geprägt hat, kehrt für den Landkreis Kassel einmal im Jahr zurück, an ihren vielleicht wichtigsten Siedlungspunkt der Region.

Der hohe Dörnberg ist erforscht und es gibt jede Menge keltenzeitliche Siedlungs-Spuren, welche die Uni Mainz dort entdeckt hat. Noch heute fasziniert die Kultur der Kelten, die sich über weite Teile Europas von der iberischen Halbinsel über Mitteleuropa bis ins Anatolische - zu den Galatern - erstreckt hat, die sogar in der biblischen Geschichte eine Rolle gespielt haben.

In ganz Europa und Kleinasien verbreitet

Von den Kelt-Iberern im sonnigen Spanien, über die Averner in Gallien, die gegen Cäsar wehrhaft bis zum letzten Blutstropfen waren, die Iceni auf den Britischen Inseln, die Nori im Alpenland, die Daci im heutigen Siebenbürgen (Rumänien) bis zu den Galatern in der heutigen Türkei, pflegten die eigenständigen Stämme gleiche Rituale, kleideten sich ähnlich, hatten die gleichen Götter, gleiche Waffen und gleiche Handwerkstechniken. Und sie trieben Handel mit den Römern, den Etruskern, den Griechen und anderen Völkern. So eine Art prä-europäische Union, in der viele Stämme kulturelle Gemeinsamkeiten entdeckten und pflegten, tatsächlich Identifikationsmerkmale kannten und Waren oder Einflüsse importierten und exportierten. Und das lange vor Christus und Mohammed.

Übernachten inclusive – im authentischen Zelt ©Foto: Rainer Sander | nh24 Bogenschießen wie zur Keltenzeit ©Foto: Rainer Sander | nh24
Lagerleben ©Foto: Rainer Sander | nh24 Essenkochen auf offenem Feuer ©Foto: Rainer Sander | nh24

Das 2. Keltenfest am 9. und 10. September am Hohen Dörnberg bei Zierenberg lockte abermals Tausende Besucher mit einer interessanten Mischung aus authentischer Keltenerfahrung und modernen Angeboten an. In diesem Jahr wurde das Keltenfest am Dörnberg gemeinsam vom Zweckverband Naturpark Habichtswald und vom Landkreis Kassel ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde von der Kasseler Sparkasse finanziell unterstützt.

Reenactment Gruppen zeigten keltisches Leben

Keltisches Textilhandwerk ©Foto: Rainer Sander | nh24Beim zweiten Keltenfest am Dörnberg ließen – wie bei der ersten Auflage - sogenannte Reenactment-Gruppen – Gruppen, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, das Leben und den Alltag vergangener Zeiten wiederaufleben. Die Zeit der Kelten von 800 vor Christus bis zur Zeitenwende wurde auf diese Weise lebendig. Der Förderverein für keltisch-eisenzeitliche Geschichte „Cernunnos Celtoi“ - mit Sitz in der "Alcimona" (keltisch für Altmühltal) stellte einen Stamm der Vindeliker dar, der sich unter anderem im mittelfränkischen Raum verbreitet hatte. Schwerpunkt waren dabei Tracht, Schmuck und Bewaffnung aus dem 5. bis 1. Jahrhundert vor Christus. Man spricht in dieser Phase von der Latènezeit. Im authentischen Lagerleben konnte man viele Aktivitäten hautnah erleben, wie zum Beispiel Brettchenweben, Nadelbinden, Wolle färben, Schnitzbank, Laternenbau oder Bogenschießen.

Die Treveromagos waren haben ihren Namen vom keltischen Stamm der Treverer - aus dem heutigen Saarland – abgeleitet. Sie vermittelten das keltische Handwerk aus dieser Zeit. Die Darstellungen im Keltendorf mit Feuerstelle reichten von (Gold)Schmiede, Töpfern, Bogenbau über Textilarbeiten und Holz bis hin zur Verköstigung mit keltischen Leckereien. Außerdem wr erstmals Skâliesus Cambiare dabei.

Das Schmiedehandwerk ausprobieren ©Foto: Rainer Sander | nh24 Schilde und Speere ©Foto: Rainer Sander | nh24

Beim Keltenfest durften die Besucher auch „Mitmachen“. So wurde geschmiedet, Stockbrot gebacken, mit Bögen geschossen, gekämpft und vorgeführt, wie die Kelten gelebt haben. Rund um das Naturparkzentrum gab es auch reichlich Speisen und Getränke. (rs)

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